bulthaup b3 Monoblock in Edelstahl und Mooreiche als zentrales Raumelement vor einem Glasmosaik nach Karl Goerlich

Berlin 1904: Hermann Muthesius, Architekt und Kulturattaché der deutschen Botschaft in London entwirft eine Villa für den Unternehmer Eduard Bernhard im Grunewald: ein weitläufiges, großbürgerliches Anwesen im englischen Landhausstil. Das Wohngebäude mit hellen, großzügigen, aber schlicht gestalteten Räumen, der Garten ein kleiner Park mit Allee. Entgegen dem Zeitgeschmack verzichtet Muthesius, als Mitbegründer des Deutschen Werkbunds der »Sachlichkeit« verpflichtet, bei der Innengestaltung auf floral-verspielte Jugendstilelemente und schafft mit klaren Linien, dunkler Wandvertäfelung und Kassettendecke wohnliche Gediegenheit.

 

Gut 100 Jahre später steht der Potsdamer Architekt Robert Quehl vor der Aufgabe, das Haus, das nach dem zweiten Weltkrieg um Wohnungen für elf Mietparteiten zu schaffen komplett umgestaltet wurde, wieder in ein Heim für eine Familie zu verwandeln.
Der Architekt und die neuen Besitzer, fasziniert von der Geschichte ihres künftigen Heims, entschließen sich, die Innengestaltung des Hauses ganz im Sinne des Deutschen Werkbunds vorzunehmen.

 

Im Obergeschoss entstehen, wie ein Jahrhundert zuvor, Schlafräume, Marmorbad und Kinderzimmer. Im Erdgeschoss wird die Küche neben dem Esszimmer angesiedelt. Auf der Suche nach einer Küche, die den Bedürfnissen der neuen Hausbesitzer und den Prämissen Muthesius' entspricht, werden das Einrichtungssystem bulthaup b3 und die Materialien Edelstahl und Mooreiche gewählt. Der bulthaup monoblock bildet das zentrale Raumelement, zusammen mit dem Glasmosaik nach dem Entwurf des Künstlers Karl Goerlich. Daneben das Gartenzimmer mit einer Decke aus bunt geprägten Metallplatten. Ein farbenfroher Kontrast zum dunklen Basaltboden und den bulthaup Schrankelementen, die sich hier, abseits vom Küchenbereich, perfekt in die ästhetische Schlichtheit der Räume einfügen. Hermann Muthesius hätte es gewiss gefallen.