Auf einer Wiese in Bayern fing alles an... bulthaup wird 1949 von Martin Bulthaup gegründet. Von Anfang an versteht bulthaup Gestaltung als einen ganzheitlichen Prozess aus Form, Material und Verarbeitung. Auf unnötige Verzierungen jeder Art wird verzichtet. Der Grundstein für die Innovationsführerschaft wird bereits 1974 mit der Einführung des Küchenprogramms C12 gelegt. Mit der für diese Zeit ungewöhnlich modernen Formensprache und dem intelligenten Montagekonzept ist bulthaup mit C12 wegweisend für die gesamte Branche. Gerd Bulthaup übernimmt 1978 nach dem Tod seines Vaters die Führung des Unternehmens. Seine Vision, bulthaup zum Marktführer designorientierter Küchen auszubauen, bringt ihn mit dem Gestalter Otl Aicher zusammen. Dieser ist Mitbegründer der Ulmer Schule, die in der Tradition des Weimarer Bauhauses steht. In seinem 1982 veröffentlichten Buch "Die Küche zum Kochen" beschreibt Otl Aicher eine neue Küchenphilosophie. Dieses Buch beruht auf einer Untersuchung für bulthaup. Ergonomisches Arbeiten steht dabei im Vordergrund. Die Gestaltungsphilosophie strebt nach Ehrlichkeit bei Funktion und Material und sieht die Reduktion auf das Wesentliche als Ziel.

 

In der Folge wird der praktische "butcher block", ein in der Raummitte platzierter robuster Arbeitstisch aus massivem Holz, charakteristisch für bulthaup. Ein Meilenstein der Küchengeschichte ist die 1988 auf den Markt gebrachte Küchenwerkbank, die Medien bezeichnen sie als erste wirkliche Innovation seit der Frankfurter Küche. Neue Maßstäbe setzt bulthaup 1992 mit der Einführung des system 25, einem flexiblen Baukasten, der mit seinen Modulen und seiner Vielzahl an Einbauelementen nahezu jede Gestaltungsmöglichkeit erlaubt. Mit dem system 25 wird aus jeder Küchenlösung gleichzeitig eine Wohnlösung. Durch seine Modernität, Funktionalität und Variabilität wird die Marke zum Synonym für fortschrittlichste Vorstellung der Architektur des Lebensraums Küche. Ein Lebensraum, in dem miteinander gegessen und kommuniziert wird. Deshalb nennt bulthaup sein Möbelprogramm communication: korpus und duktus werden 1994 präsentiert. Mit der Verleihung des Lifetime Achievement Award und des Europäischen Design Preises 1997 würdigt die Europäische Kommission die Gesamtleistung des Unternehmens und bestätigt damit die Rolle von bulthaup als Schrittmacher der Branche. Als weiterer innovativer Höhepunkt gilt das bulthaup system 20 (1997). Seine mobilen Funktionselemente ermöglichen spontane Einrichtungsentscheidungen. Der heutige Mobilitätsanspruch der Gesellschaft ist hier vorweggenommen.

 

Mit "Architektur der Küche" etablierte bulthaup 2000 eine Produktreihe auf dem Markt, die auf system 25 aufbaut. Sie bot die Möglichkeit, mit skulptural und funktional gestalteter Kücheneinrichtung unverwechselbare Lebensräume zu schaffen, die auf das Wesentliche reduziert sind und zugleich eine sympathische Wärme ausstrahlen. Seine Rolle als Marktführer baut bulthaup 2004 mit der Einführung der neuen Produktgeneration bulthaup b3 weiter aus. Erstmals wird es möglich, eine Küche nicht nur aus dem Grundriss heraus zu planen, sondern vor allem die Wände zu aktivieren. Eine in vielfacher Weise neuartige Multifunktionswand ist der Dreh- und Angelpunkt, das statische Grundelement, das stabile Skelett des Küchensystems. An ihr hängen Schränke, Arbeitsplatte, Koch- und Wasserstelle, Elektrogeräte, Zubehör oder auch Fernsehbildschirme. Die räumliche Wirkung der Küche erhält dadurch eine skulpturale Qualität. Der schwebende und damit sehr leichte Charakter der Küche wird verstärkt durch die Leichtigkeit und Klarheit der Bauweise. Die Materialstärken sind so dünn wie möglich und so stark wie nötig. bulthaup b3 ist ein Einrichtungskonzept für das ganze Haus und wird heute von namhaften Architekten für die Gestaltung von Lebensräumen genutzt.


2008 ist die Zeit reif für ein neues Produkt der bulthaup Familie: bulthaup b1 ist jung in seinem Aussehen, jung in seinen Vorzügen und jung in seinem Preis. Damit richtet sich bulthaup b1 an die immer größer werdende Gruppe der Form- und Qualitätsbewussten in der weiten Welt - jene, welche die bulthaup Werte teilen, sich aber bislang keine eigene bulthaup Küche leisten konnten oder wollten.


Als Küche mit Eingriff konzipiert, konzentriert sich bulthaup b1 konsequent auf das Wesentliche. Die bewusste Konzentration auf wenige Grundelemente, Oberflächenvarianten und Materialien fügt sich zu einer Lösung von zweckvoller Form und Ästhetik. In der Funktion ingenieurhaft, gibt sich bulthaup b1 in der Gestaltung geometrisch klar - mit einem Wechselspiel in der Betonung der Horizontalen bei Unterschränken und Borden und der Betonung der Vertikalen bei Hochschränken und Oberschränken. Die Haptik der solide hervortretenden Fronten, die handwerkliche Verarbeitung und die ausgesuchten Materialien verleihen bulthaup b1 selbstverständliche Sinnlichkeit. In seiner prägnanten Schlichtheit ist das jüngste bulthaup System darum "küche pur". - Und nur vergleichbar mit den besten Produkten, die im Sinne der funktionalistischen Tradition vor allem in Skandinavien, Japan, den USA und in der Bauhaus-Tradition Deutschlands entstanden sind oder entstehen.

 

Ausgehend vom philosophischen Ursprung jedes Lebensraumes - der Feuer- und Wasserstelle, hat bulthaup eine offene und mobile Küche entwickelt, die individuell ergänzt und zusammengestellt werden kann. bulthaup b2 - ebenfalls 2008 präsentiert - ist die konsequente Weiterentwicklung der Küchenwerkbank. Sie definiert die "Küchenwerkstatt" in ihrer ursprünglichen Wortbedeutung - bestehend aus Werkbank + Werkschrank + Geräteschrank: Die Werkbank für Feuer- und Wasserstelle; der Werkschrank für Geschirr, Kochwerkzeug sowie Gewürze und Lebensmittel; der Geräteschrank für Backofen, Geschirrspüler und Kühlschrank. Dabei folgt bulthaup b2 dem Prinzip der "Reinigung von allem Überflüssigen": Es bleibt, was Wert ist - die besten Materialien, die besten Werkzeuge, die besten Rohstoffe und das beste Geschirr.